Für Berufsanfänger, Jobsuchende und Quereinsteiger ist es heute eine Grundvoraussetzung, den Firmen ein sauberes und ordentliches Bewerbungsschreiben vorzulegen. Denn ein optimales Bewerbungsschreiben ist die Visitenkarte und der erste vermittelte Eindruck des Bewerbers und kann zugleich der Schlüssel zu einem Vorstellungsgespräch sein.
Leider können nicht alle Bewerbungen auf alle Berufe pauschalisiert werden. Aber eine formal korrekte Vorlage für den jeweiligen Beruf ist ein gutes Beispiel, nach dem man sich richten kann. Eines gilt für jede Art von Bewerbungen: Lieber dickeres Qualitätspapier verwenden als zu dünnes. Denn das dünne Papier kann schnell beim Herausnehmen reißen oder es bekommt ungewollt Knicke.
Der Inhalt einer Bewerbungsmappe von Ausbildungssuchenden besteht aus einem tabellarischen Lebenslauf mit Foto und einem Anschreiben, aus dem hervorgeht, warum man bestens für die Ausbildung geeignet ist. Im Anschreiben sollte die Formulierung “Sehr geehrte Damen und Herren” vermieden werden. Persönlicher ist, es den Namen des Empfängers der Bewerbung zu schreiben und durchblicken zu lassen, warum man genau in dieser Firma eine Ausbildung machen möchte. Wenn man den Namen des Empfängers nicht weiß, kann in der Firma angerufen werden, um sich nach dem Namen von demjenigen, der die Bewerbung entgegennimmt, zu erkundigen. Gut macht es sich auch, ein freiwilliges Praktikum anzubieten.
In den tabellarischen Lebenslauf gehören zuerst die eigenen Daten, die Daten und Berufe der Eltern und der Geschwister. Hobbys, Praktikas und Nebenjobs machen den Bewerber interessanter und zeigen die Bereitschaft zur Arbeit. Die Schreiben sollten auf den PC geschrieben werden, am besten in Times New Roman 12 Punkt. Kopien von Zeugnissen müssen gut lesbar sein. Einen besonders guten Eindruck macht es, die Schreiben handschriftlich mit einem Füller zu unterschreiben.
Ganz wichtig ist das Foto. Es sollte von einem guten Fotografen sein und darf auch ruhig größer sein als ein Passfoto. Entscheidend ist, dass man auf dem Foto sympathisch und selbstbewusst erscheint. Dazu gehören frisch gewaschene und gut frisierte Haare, bei Mädchen ein dezentes Make-Up und ein vernünftiges Oberteil ohne irgendwelche Aufdrucke. Jungen sollten ein sauberes, unifarbenes Hemd oder einen Pullover tragen. Wer lange haare trägt, sollte diese straff nach hinten im Nacken mit einem Gummiband zusammenbinden. Unter dem Foto sollte in Fettdruck der Name und die Anschrift stehen.
Der wichtigste Teil ist der tabellarische Lebenslauf. Der Lebenslauf sollte lückenlos und gut struktuiert sein. Die Überschriften der jeweiligen Punkte sollte fett geschrieben sein und es muss auf einheitliche Abstände zwischen den einzelnen Punkten geachtet werden.
Lebenslauf
Persönliche Daten
Melanie Mustermann
Geburtsdatum und Ort
Anschrift: Musterweg 1
00000 Musterstadt
Eltern
Karl Mustermann, Maurer
Sabine Mustermann, geb. Muster, Näherin
Schulbildung
1996 – 2000 Grundschule Mustermax Schule, Musterstadt
2000 – 2002 Orientierungstufe in Musterstadt
2001 – 2007 Realschule Musterstadt
2007 – 2009 2- jährige Handelsschule Musterhausen
Praktikum
10 / 2006 2-wöchiges Praktikum bei der Musterstädter
Beschäftigungsgesellschaft als Bürogehilfe
Besondere Kenntnisse
Fremdsprachen: Gutes Englisch in Wort und Schrift
PC-Kenntnisse: Sicher im Umgang mit Excel, Word und MS Office Standardprogramm Outlook Express
Nebenbeschäftigung
Pferdepflege seit 2007 Reiterhof Musterstadt
Hobbys
Reiten, Schwimmen, Lesen
Führerschein seit 2008, Klasse C
Musterstadt, 01.01.2009
Unterschrift



Bezüglich dem Foto wollte ich noch mal deutlich machen, wie wichtig es ist. Ich war eine Zeit lang im Personalbüro und habe dort einiges mitbekommen. Es wird wirklich auf Details geachtet und man sollte sich kein Foto vom Bahnhofsautomaten machen lassen sondern sich bei einem professionellen Fotograf fotografieren lassen, die paar Euro lohnen sich wirklich!
Wenn man Zeugnisse von Schnupperlehren oder Praktika hat, sollte man die der Bewerbung unbedingt hinzufügen. Allerdings machen sich Zeugnisse nicht gut, die sich um einen gänzlich anderen Beruf drehen. Wenn man sich also als Industriemechaniker bewerben möchte, sind die Praktika im Kfz-Betrieb und in der Schreinerei aussagekräftig, weil es sich dabei ebenfalls um handwerkliche Tätigkeiten handelt. Wenn man dagegen auch ein Praktikum als Industriekaufmann absolviert hat, könnte das zugehörige Zeugnis beim Leser der Bewerbung den Eindruck erwecken, dass sich der Bewerber mit seiner Berufswahl nicht sicher ist.