Was vermeintlich eine gute Gelegenheit ist, ohne großen Aufwand eine gute Position in einem Unternehmen zu bekommen, kann einen schnell teuer zu stehen kommen. Praktika gelten schon lange als Finanzfallen, denn immerhin sind die meisten Praktika nicht nur un- oder schlecht bezahlt, sondern man muss dafür auch einige Hürden in Kauf nehmen. Wir geben hier einige Ratschläge dazu, wie man das Praktikum sinnvoll nutzt, ohne in die Kostenfalle zu gelangen und zeigen außerdem Alternativen zum normalen Praktikum auf.
Vor allem Studenten möchten durch ein Praktikum in den Beruf einsteigen. Natürlich wünschen sich viele Absolventen, direkt eine Festanstellung zu bekommen, doch nur wenigen wird dieses Privileg zuteil. Zwar mag auch das Praktikum im ersten Moment verlockend wirken, doch schnell wird einem klar, dass dieses nicht nur Vorteile hat. Meistens muss man für ein Praktikum den Wohnort wechseln und steht dann vor einem finanziellen Problem. Denn selbst dann, wenn man ein Praktikantengehalt bekommt, ist dieses doch äußerst gering und reicht in der Regel nicht, um sich eine Wohnung zu mieten, geschweige denn die Lebenshaltungskosten zu bezahlen.
Die beste Möglichkeit wäre, eine angemessene Bezahlung für das Praktikum zu erhalten. Es kann sich durchaus lohnen, im Unternehmen nachzufragen, denn einige Arbeitgeber sind durchaus dazu bereit, um die 800 € monatlich für Praktikanten zu bezahlen. Zwar kann man damit keine großen Sprünge machen, doch so wäre zumindest gesichert, dass man seine Lebensstandard erhalten kann. Sofern einem dies nicht möglich ist, sollte man sich rechtzeitig nach Alternativen, wie beispielsweise der befristeten Beschäftigung, umsehen. Hierfür kann es sinnvoll sein, dem Unternehmen statt dem Praktikum eine befristete Beschäftigung vorzuschlagen. So wären zumindest einmal die gröbsten Geldsorgen erledigt.
Immer mehr Experten raten dazu, sich nicht zu sehr auf ein Praktikum zu versteifen. Dann läuft man nämlich Gefahr, andere Möglichkeiten, die durchaus attraktiver sein können, aus dem Blick zu verlieren. Hauptsächlich der Berufseinstieg über die Zeitarbeit ist dennoch eine gute Alternative zum herkömmlichen Praktikum.
Unterstützung vom Staat?
Während man als Student zahlreiche Vergünstigungen und auch Unterstützung vom Staat bekommen hat, kann dies nach dem Studium vollkommen anders aussehen. Doch dann, wenn man sich langsam aber sicher von dem Gedanken verabschieden muss, durch Bafög über die Runden kommen zu können, spielen nun das Arbeitslosengeld II und das Wohngeld eine Rolle.
Wer Mieter oder Eigentümer mit einem niedrigen Einkommen ist, für den ist das Thema Wohngeld äußerst interessant. Sofern die Praktikumsvergütung reicht, um den allgemeinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dann kommt der Wohngeldanspruch in Frage. Denn um vom Staat in dieser Hinsicht Unterstützung zu bekommen, muss man über ein Einkommen verfügen.
Im Notfall kann man auch Arbeitslosengeld II erhalten und dadurch für eine gewisse Zeit über die Runden kommen. Da es jedoch immer auf den Einzelfall drauf ankommt, ob man staatliche Unterstützung bekommt oder nicht, sollte man sich am besten an die Bundesagentur für Arbeit wenden und dort mit einem Sachbearbeiter alles weitere besprechen.
Neue Kosten
Bevor man sich dafür entscheidet, eine Praktikumsstelle anzunehmen, sollte man wissen, dass nach dem Studium vollkommen neue Kosten auf einen zukommen. Vor allem der Bereich der Krankenversicherung kann sehr kostspielig werden, denn man kann nun nicht mehr auf den günstigen Studententarif zurückgreifen. Sobald man ein Einkommen über 400 € erzielt, ist man krankenversicherungspflichtig und muss für die monatlichen Beiträge aufkommen.
Dies sind aber nicht die einzigen Kosten, die mit dem Beginn eines Praktikum auf einen zukommen. Deswegen ist es wichtig, vorher einen genauen Finanzplan aufzustellen und in diesem auch zu berücksichtigen, wie man bestimmte Posten finanzieren möchte.



Ich kenne genug Leute die in Praktikas gegangen sind und keinen Cent dafür gesehen haben. Einerseits finde ich es nicht ok zu Mal die Praktikanten auch eine ziemliche Wegstrecke auf sich nehmen um ihren Praktikumsort zu erreichen. Aber auf der anderen Seitekann ich dann auch die betriebe verstehen, die sich denken jemand der nur als Praktikant arbeitet hat nicht die selben Rechte wie ein Fetsangestellter. Da finde ich sollte man dann aber auch unterscheiden zwischen der Dauer wie lange ein Praktikum geht. Ist es nur eine Woche kann man vielleicht eine Kleinigekeit bezahlen aber wenn es schon 4 Wochen geht…..Sollte man drüber nachdenken.
Die Grundvoraussetzung eines Praktikas ist, dass man in den Beruf reinschnuppert. Von einer geldlichen Entschädigung für die Zeit ist nie die Rede.
Natürlich gibt es Firmen, die sich für die gute Zusammenarbeit mit einem kleinen Entgeld bedanken, aber wirklich bezahlt wird man dort nicht.
Schade ist es, denn wenn man einen fähigen Praktikanten erhält, ist es für denjenigen schade,wenn er nicht so entlohnt wird, wie er Arbeit geleistet hat.
Hab erst neulich ein Praktium in einer großen Firma gemacht, und wurde nach diesen 4 Wochen nicht bezahlt. Ich hatte es auch nicht anders erwartet, aber ich fand es schon ein bisschen doof. Ich mein, ich habe die Arbeit ja nicht gemacht, weil ich Langeweile hatte, sondern weil mir dieser Berufszweig Spaß macht, und ich ihn vielleicht später einmal hauptberuflich ausüben möchte.
Klar, muss so manches Unternehmen einsparen, aber dann sollten sie sich lieber keine Praktikanten an Land ziehen, wenn sie diese nicht vernünftig bezahlen können!